Rubner-Gruppe: Holzleidenschaft und Unternehmergeist über Generationen

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"Holz riecht gut, Holz lebt..."

Peter Rubner | Präsident der Rubner-Gruppe im Interview mit dem Internationalen Holzmarkt | (c) Rubner-Gruppe
Peter Rubner | Präsident der Rubner-Gruppe im Interview mit dem Internationalen Holzmarkt | (c) Rubner-Gruppe

Der Präsident der Rubner-Gruppe, Peter Rubner (55) gibt im Interview einige interessante Einblicke in den führenden Holzbau-Spezialisten aus Südtirol und wie die mittlerweile dritte Generation mit Disziplin, Zusammenhalt und der besonderen Rubner-Kultur das Unternehmen mit 1.300 Mitarbeitern führt.



IHM: Holz spielt eine zentrale Rolle in der Rubner-Gruppe. Was lieben Sie an diesem Werkstoff?
Rubner: Holz ist wunderbar! Jeder Holzstamm ist einzigartig, Holz ist nachwachsend, Holz strahlt Wärme und Behaglichkeit aus, es gibt unendlich viele Holzarten mit verschiedenen Eigenschaften und Ästhetiken. Holz riecht gut, Holz lebt und ist in der Verarbeitung eine besondere Herausforderung ... wie viel Zeit haben Sie? … (lacht)

Ihr Großvater Josef Rubner senior hat den Grundstein für die Rubner-Gruppe gelegt, als er 1926 das erste mit Wasserkraft angetriebene Sägewerk in Kiens baute. Heute führen Sie gemeinsam mit Ihrem Cousin Stefan das Unternehmen und haben circa 1.300 Mitarbeiter an Standorten in Italien, Österreich, Deutschland und Frankreich. Worauf sind Sie besonders stolz?
Besonders stolz bin ich auf den reibungslosen Übergang auf die dritte Generation, nachdem unsere drei Väter und Onkel innerhalb von neun Monaten verstorben sind. Disziplin, Zusammenhalt und unsere Rubner-Kultur waren oder, besser gesagt, sind die Erfolgsfaktoren und helfen uns tagtäglich bei der Bewältigung unserer Aufgaben.

Die Rubner-Gruppe besteht aus fünf Geschäftsfeldern (Holzindustrie, Ingenieurholzbau, Objektbau, Holzhausbau und Holztüren). Warum ist Ihnen die umfassende Wertschöpfungskette so wichtig?
In erster Linie geht es um die Überwachung der gesamten Wertschöpfungskette, um Abhängigkeiten unter Kontrolle zu behalten und Synergien zu nutzen. Sehr wichtig ist uns die direkte Beziehung zum Endkunden. Außerdem ist die Verteilung auf einzelne Geschäftsfelder, die aber alle zum Core Business gehören, für die Verteilung des Risikos von großem Nutzen und für die klare Trennung der Geschäftsmodelle.

Der Showroom „Rubner Türenwelt“ in Ihrem Kompetenzzentrum am Firmensitz in Kiens liegt Ihnen sehr am Herzen. Was macht ihn so besonders?
Ich war 25 Jahre für die Führung der Rubner Türen operativ verantwortlich und habe somit intensiv am Konzept „Rubner Türenwelt“ mitgearbeitet. Ziel war es, ein Türenkauferlebnis zu schaffen, welches einzigartig und nicht kopierbar ist. Wir sind weggegangen von der üblichen Türenausstellung mit einer mehr oder weniger großen Anzahl von ausgestellten Türmodellen und verdecken alle unsere Türen hinter bunten Vorhängen – damit ist sichergestellt, dass auf die Bedürfnisse des Besuchers eingegangen wird, bevor konkret Türmodelle besichtigt werden. Die Rubner Türenwelt soll dem Besucher die Hochwertigkeit und die unbegrenzte Vielfalt der echten Holztüren selbsterklärend vermitteln. Die Besucher bestätigen den Eindruck, dass uns dies gelungen ist.

Sie sind seit knapp drei Jahren Präsident der Rubner-Gruppe. Was waren in dieser Zeit die wichtigsten Wegmarken?
Die wichtigsten Maßnahmen waren die Neuorganisation der Rubner Holding und der Führungsroutinen. Weitere Schwerpunkte waren Organisationsentwicklung und Unternehmenskultur sowie die Überarbeitung der Geschäftsmodelle in den jeweiligen strategischen Geschäftsfeldern.

Wenn Sie an die nächste Rubner-Generation denken: Ist der Fortbestand Ihres Familienunternehmens gesichert?
Mein ältester Sohn Michael, 25 Jahre alt, arbeitet seit einem Jahr in der
Rubner Holding. Andere Mitglieder der vierten Generation – allesamt jünger – sammeln erste Erfahrungen bei Sommerpraktika in unseren Unternehmen. Ich bin zuversichtlich, dass Holzleidenschaft und Unternehmergeist auch in der vierten Generation vorhanden sind und den Fortbestand des Familienunternehmens sichern.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne für die Rubner-Gruppe aus: Expansion oder Fokussierung?
Derzeit sind wir dabei, in der Holzindustrie wichtige Investitionen zu tätigen. Auch im Ingenieurholzbau sind Investitionen in Abwicklung. In anderen Geschäftsfeldern sind wir dabei, konkret die Geschäftsmodelle noch klarer zu strukturieren.

Welche Rolle spielt das Ausland, speziell Deutschland und Österreich, für die Rubner-Gruppe?
Deutschland und Österreich hatten und haben historisch gesehen schon immer eine große Bedeutung und gehören zu unseren Heimmärkten. In Österreich haben wir drei Produktionsstätten mit 450 Mitarbeitern. In Deutschland hat es die letzten Jahre erfreuliche Entwicklungen bei schlüsselfertigen Großprojekten in Holzbauweise gegeben, die vom strategischen Geschäftsfeld Objektbau betreut werden. Insgesamt wird über die Hälfte unseres Umsatzes außerhalb Italiens erwirtschaftet und wir setzen weiterhin verstärkt auf Internationalisierung.

Zur Rubner-Gruppe gehört auch die „Hermann Rubner Privatstiftung On-lus“…
Richtig. Die Hermann Rubner Stiftung ist die Fortsetzung des Lebenswerkes von Hermann Rubner, dem Pionier der Rubner-Gruppe, der sich für die sozialen Anliegen seiner Mitarbeiter und deren Umgebung eingesetzt hat. Dementsprechend unterstützt die Stiftung vor allem soziale Projekte.

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